Checkliste Auswahl Autorensoftware

E-Trainings selbst erstellen: Mit dieser Checkliste finden Sie die richtige E-Learning Autorensoftware

Magda Lehnert eLearning basics, eLearning software

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Haben Sie bereits Ihre ersten E-Learning Kurse erstellt oder es zumindest geplant? Dann werden Sie wahrscheinlich wissen, dass es hierfür eine sogenannte Autorensoftware braucht. Doch wie können die Teilnehmenden anschließend eigentlich auf die Kurse zugreifen? Die Lösung bringt das Learning Management System (kurz: LMS). In diesem Artikel klären wir, was ein LMS eigentlich ist, ob und wann Sie ein LMS für Ihr E-Learning Vorhaben benötigen und welche weiteren Funktionen eine solche Plattform mit sich bringt. Am Ende des Artikels werden Sie im Software-Dschungel klarer sehen und ganz genau wissen, ob Ihre Pläne ein LMS brauchen.


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Learning Management Systeme: Vorteile & Funktionen der Lernplattformen

Das Learning Management System: Eine zentrale Plattform zur Verwaltung der unternehmensinternen Weiterbildungen

Die so häufig gesehene Abkürzung LMS steht für Learning Management System, umgangsprachlich auch als Lernplattform bekannt. Dieses ist nicht zu verwechseln mit dem LCMS: Dem Learning Content Management System. Während man mit dem LCMS (auch Autorentool genannt) die E-Learning Kurse erstellt, verwendet man das LMS, um diese Kurse anschließend zentral zu verwalten und an die Lernenden zu verteilen. Für die Lernenden entsteht so eine zentrale mobilfähige Plattform, über die sie jederzeit und über jedes Gerät Zugriff auf all ihre Kurse, Fristen, Lernstände und Zertifikate haben.

Learning: Die Plattform gibt allen Lernenden zielgruppen- und bedarfsgerechten Zugang zu Lerninhalten.
Management: Die Nutzerprofile der Lernenden und die Lerninhalte werden zentral verwaltet, Lernfortschritte werden zentral gespeichert und können dort ausgewertet werden.
System: Plattform, die das Ganze umsetzbar macht

Darüber hinaus bieten LMS weitere spezielle Funktionen, um das Lernen positiv zu beeinflussen und Management-Prozesse zu vereinfachen. Dazu zählen bspw. Funktionen, die das Social Learning und/oder das Adaptive Learning unterstützen oder auch integrierte Tools für Videokonferenzen und die Analyse der Lernerfolge. Dabei gilt: Je mehr Teilnehmende, desto wichtiger und lukrativer wird die Nutzung eines LMS. Nur mittels diesem lässt sich E-Learning zentral und ressourcenschonend organisieren.

Warum sich der Einsatz eines Learning Management Systems lohnt: Alle Vorteile im Überblick

E-Learning allein bietet vielzählige Vorteile. Die Nutzung eines Learning Management Systems hilft nicht nur, diese vollständig auszuschöpfen, sondern erweitert gleichzeitig auch die Anwendungsszenarien und steigert den Lernerfolg messbar durch zusätzliche Funktionen. Folgend haben wir die 7 wichtigsten Vorteile der LMS zusammengefasst:

1. beliebig viele Lernende

In einem LMS organisieren Sie beliebig viele Lernende. Einmal entwickelte Inhalte können dank des Systems einer beliebig großen Anzahl von Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden. Um den Registrierungsprozess zu vereinfachen, können die Lernenden sich auf der Plattform selbst registrieren und ihr Lernprofil anlegen. Dabei gilt: Je mehr Teilnehmende, desto mehr rechnet sich das E-Learning.

2. vereinfachte Organisation

Die Teilnehmenden erhalten im LMS nicht nur einen Überblick über ausstehende und abgeschlossene Kurse, sondern können auch Fristen einsehen. Das hilft dabei, den Lernprozess besser zu organisieren und strukturierter zu lernen.

3. zielgruppenspezifische Verteilung der Inhalte

Darüber hinaus ermöglicht es das System, die Lerninhalte zielgruppengerecht zu verteilen. Denn schließlich brauchen unterschiedliche Abteilungen in der Regel auch unterschiedliches Wissen. Die wenigsten Kurse werden für all Ihre Mitarbeiter gleichermaßen relevant sein. Im LMS ist die Verteilung einfach: Bestehende Kurse werden nur für diejenigen Lernenden freigegeben, die sie auch tatsächlich benötigen. Die so entstehende übersichtliche und individuelle Lernoberfläche senkt wiederum die Hemmschwelle mit dem Lernen zu beginnen.

4. bedarfsgerechte Verteilung der Inhalte

Gleichzeitig erlaubt das LMS Lernfortschritte und Wissensstände zu erkennen und Kurse entsprechend dieser an jeden einzelnen Teilnehmenden auszugeben. Im Klartext: Hat einer der Lernenden bereits das nötige Vorwissen, können bspw. Kurse oder Teile davon übersprungen werden. So wird Langeweile vermieden und die Motivation hoch gehalten. Andersherum können Lernende mit Wissenslücken automatisch innerhalb der Kursreihenfolge zurückgestuft werden, damit auch wirklich jede*r die Trainings erfolgreich abschließen kann.

5. standardisierte Qualität

Was passiert wenn Inhalte aktualisiert werden müssen? Im LMS werden die Kurse zentral gesteuert, sodass Aktualisierungen nur einmal vorgenommen werden und die Inhalte anschließend wieder korrekt an alle Lernenden ausgegeben werden.

6. optimale Vernetzung

Professionelle LMS bieten spezielle Funktionen, um die Lernenden innerhalb des Systems zu vernetzen und somit das Social Learning zu ermöglichen. So können die Teilnehmenden je nach Funktionsumfang innerhalb des Systems in direkten Austausch gehen.

7. Auswertung

LMS machen Lernerfolge zentral messbar. Da alle Inhalte und alle Lernenden zentral innerhalb eines Systems verwaltet werden, können dort auch sämtliche Lernfortschritte eingesehen werden. Gleichzeitig ermöglicht das die automatisierte Zusendung von Nachweisen und Zertifikaten und Boni für die Teilnehmenden.

Die wichtigsten Funktionen und Features eines guten Learning Management Systems

Um von all diesen Vorteilen profitieren zu können, muss ein Learning Management System spezielle Anforderungen erfüllen. Folgende Checkliste gibt einen Überblick über sämtliche Eigenschaften, Funktionen und Features, die Ihr LMS mitbringen sollte.

Zielgruppen- und Benutzerverwaltung

… sind sozusagen die Grundlage des LMS. Achten Sie darauf, dass Sie nicht nur die Nutzerprofile verwalten, sondern diese auch anhand von selbst definierten Kriterien in verschiedene Zielgruppen clustern können, um später Inhalte zielgruppengerecht zuweisen zu können.

Rollen- und Rechtevergabe

Ähnlich wie in anderen Softwares auch hilft die Rollen- und Rechtvergabe, um Mitarbeitende verschiedener Positionen an der Organisation des E-Learning Vorhabens zu beteiligen.

Mehrsprachigkeit

Wie auch das Autorentool, sollte ein LMS in der Lage sein, wenigstens anhand der Profildaten der Lernenden deren bevorzugte Sprache zu erkennen und Inhalte automatisiert in dieser auszugeben.

Lernpfade

Lernpfade geben längst nicht mehr nur starr die Abfolge von Kursen vor, sondern passen sich individuell den Lernfortschritten und Wissensständen der Lernenden an. Sogenannte Pre-Tests helfen, das Wissen der einzelnen Teilnehmenden innerhalb der Kursreihenfolge zu verorten. Lernende mit viel Vorwissen können also zu einem fortgeschrittenen Punkt einsteigen, während andersherum Lernende mit wenig Vorwissen automatisch mit den Basics beginnen können. Abschließende Tests nach dem Kurs überprüfen das Wissen und leiten die Teilnehmenden anhand ihrer Ergebnisse weiter. So bleibt der Lernpfad zu jeder Zeit individuell und flexibel, Langeweile und Überforderung werden vermieden. Die Folge: Die Teilnehmenden bleiben motiviert, der Lernerfolg wird gesteigert.

integriertes Analysetool

Ein integriertes Analysetool ermöglicht es, die Lernfortschritte aller Lernenden zentral auszuwerten und Lernprozesse anhand dieser Ergebnisse präzise zu optimieren.

Zertifikate

Auf Basis des Analysetools sollte ein LMS darüber hinaus in der Lage sein, automatisiert Zertifikate an die Lernenden zu versenden. Im Optimalfall lassen sich sogar Voucher oder ähnliche Boni zusammen mit den Zertifikaten virtuell übergeben.

Integrierbarkeit von E-Trainings

Selbstredend sollte es natürlich möglich sein, E-Trainings in Form von sogenannten SCORM-Paketen zu importieren. SCORM ist das gängige kompatible Dateiformat für E-Learning Kurse, vergleichbar mit pdf für Textdokumente. Achten Sie deshalb darauf, dass auch Ihre Autorensoftware den Export der Kurse als SCORM-Paket anbietet. Im Idealfall beziehen Sie jedoch Autorensoftware und LMS im Sinne der einfachen Integrierbarkeit vom selben Anbieter.

Newsfeed

Ein LMS, das es ermöglicht, sämtliche Vorteile des E-Learnings und Social Learnings auszunutzen, sollte ähnlich aufgebaut sein wie ein Soziales Netzwerk - inklusive Newsfeed. So können Sie Neuigkeiten - zum Beispiel zu neuen Kursen, zusätzlichen Weiterbildungsangeboten o.ä. jederzeit genau dort platzieren, wo es thematisch verortet werden kann und die Lernenden es auch garantiert wahrnehmen.

Downloads

Häufig kommen E-Learning Kurse mit additivem Material einher. Eine Downloadfunktion erlaubt es, das Material an passender Stelle zu platzieren.

Umfragen

Ein integriertes Umfrage Tool sichert die Qualität und bringt Ihnen direktes Feedback zu Kursen, Veranstaltungen oder anderen Inhalten, ohne dass dafür erst extern umständlich Umfragen erstellen zu müssen. So lassen sich auch einfache Fragen wie “Fanden Sie dieses Material hilfreich?” in den Lernprozess implementieren.

Kalenderfunktion

Inzwischen wissen wir: Ein LMS kann mehr als nur E-Trainings zu verteilen. Vielmehr können darüber sämtliche Weiterbildungsmaßnahmen abgebildet werden. Eine Kalenderfunktion gibt einen Überblick über sämtliche Fristen und Online- und Präsenzveranstaltungen.

Videokonferenzen

Da E-Learning - will man denn die Vorteile gänzlich ausschöpfen - gern mit Online-Seminaren oder Lerngruppen daherkommt, lohnt sich die Wahl eines LMS mit integriertem Videokonferenz Tool. Diese Tools verfügen i.d.R. auch über Funktionen, die speziell das virtuelle Lernen unterstützen.

Knowledgeworker Share:
Unser Learning Management System

LMS Knowledgeworker Share

Knowledgeworker Share ist eine mobilfähige Plattform, mit der Sie jederzeit Ihre unterschiedlichen Zielgruppen erreichen. Ganz individuell weisen Sie E-Trainings, News, Umfragen, Dokumente oder virtuelle Veranstaltungen zu und können auswerten, ob der erwartete Lernerfolg erreicht wurde. Sie können Lernpfade erstellen, denen Ihre Lernenden automatisch folgen, gehen gemeinsam in die Austausch und führen Ihre Mitarbeitenden durch ihren eigenen Lernprozess.

  • Als webbasierter Kommunikationskanal in Gestalt einer Social Media Plattform ist Knowledgeworker Share intuitiv und unkompliziert nutzbar.
  • Sie benötigen keine Programmierkenntnisse.
  • Sie erfüllen das Bedürfnis nach Flexibilität des Lernens, da zu jeder Zeit, an jedem Ort, auf allen Geräten im Web oder in der App auf Ihre E-Learning Angebote zugegriffen werden kann.
  • Sie erstellen einmalige Lernerlebnisse, da über Matchingprozesse Nutzerkategorien mit Inhalten abgestimmt werden.
  • Sie vereinen moderne E-Learning Formate wie Social Learning, Blended Learning und Gamification.
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Fazit

Learning Management Systeme lohnen sich immer dann, sobald mehr als ein einzelner Kurs in einer einzigen Abteilung angeboten werden soll. Wird das E-Learning Vorhaben also größer, sind LMS unerlässlich. Sie ermöglichen nicht nur, alle Lernenden und Lerninhalte zentral zu verwalten, sondern bieten darüber hinaus auch Funktionen, die die Lernenden im Sinne des Social Learning vernetzen, das Adaptive Lernen unterstützen und Ihnen jederzeit einen detaillierten Einblick in die Lernfortschritte aller Teilnehmenden bieten. Wenn Sie also ein solches E-Learning Vorhaben planen, benötigen Sie ein LCMS (Learning Content Management System / Autorentool) zur Erstellung der Kurse und ein LMS als multifunktionale Lernplattform.

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