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E-Learning für kleine Unternehmen

Warum es sich lohnt

 
Warum sich E‑Learning auch für kleine Unternehmen lohnt

Weiterbildung und Qualifizierung sind aktuell gefragter denn je - nicht nur seitens der Arbeitnehmenden, die die eigene Arbeitsstelle u.a. nach Weiterbildungsmöglichkeiten auswählen. Besonders Unternehmen sind heute und zukünftig auf die Qualifizierung ihres Personals angewiesen. Allein bis 2050 wird das Erwerbspersonenpotenzial um 20% sinken. Zu diesem Zeitpunkt werden also 20% weniger Fachkräfte zur Verfügung stehen als heute. Infolgedessen werden viele Stellen aufgrund des Mangels an qualifiziertem Personal unbesetzt bleiben. Die einzig praktikable Lösung für KMU wird es dann sein, weniger qualifizierte Arbeitskräfte selbst weiter zu qualifizieren. Für diese Aufgabe braucht es nicht nur individuelle, sondern vor allem eine effiziente und kostensparende Lösung. E‑Learning bietet die ideale Basis für die ressourcenschonende Inhouse-Qualifizierung. In diesem Artikel lesen Sie, was sich hinter E‑Learning verbirgt, von welchen schlagkräftigen Vorteilen Sie gegenüber dem klassischen Präsenzlernen profitieren, wie sich E‑Learning praktisch umsetzen lässt und was Sie dafür benötigen.

 

E-Learning: Mehr als Powerpoint-Lernen am Desktop

E-Learning bedeutet weit mehr als einfach nur eine digitale Version eines Fachbuchs am Laptop zu öffnen. Tatsächlich umfasst der Begriff sämtliche Formen des elektronisch gestützten Lernens in all seinen Facetten. Meistens werden mit E‑Learning

  • die Wissensvermittlung via E‑Learning Plattform
  • der Besuch eines Onlinekurses in Form von Web Based Trainings oder
  • das Lernen in einem virtuellen Klassenraum bezeichnet.

 

Mit einer Powerpoint oder einer PDF hat das also nicht mehr viel zu tun. Vielmehr können mit modernen E‑Learning Formaten sämtliche Seminarinhalte und auch die Interaktionen zwischen Lehrenden und Lernenden abgebildet werden. Jede Variante verbindet dabei die 4 entscheidenden Merkmale des E‑Learnings:

  1. Multimedialität (Nutzung unterschiedlicher Medien wie Infografiken, Audiodateien, Videos usw.)
  2. Multisensorik (Ansprache verschiedener Sinnesorgane wie bspw. Hör- und Sehsinn)
  3. Multicodierung (Integration diverser Codierungen von Informationen wie Animationen, Simulationen und Hyperlinks)
  4. Interaktivität (Vorhandensein verschiedener Steuerungselemente).

 

Darüber hinaus können E‑Learning Formate auf allen Endgeräten gleichermaßen wiedergegeben werden, verfügend über Funktionen, die sowohl die intrinsische als auch die extrinsische Motivation fördern und vermitteln das Wissen mitunter auf spielerische Weise.

 

Vorteile von E‑Learning

E-Learning bringt jede Menge Vorteile mit sich - sowohl für die Unternehmen, als auch für die Lernenden. Tatsächlich gibt es keinerlei Aspekte des analogen Lernens abseits praktischer Übungen, die nicht 1:1 beim E‑Learning adaptiert und sogar optimiert werden können.

 

Zeit- und Ortsunabhängigkeit

E-Learning ermöglicht den Lernenden größtmögliche Flexibilität. Da die Inhalte zu jeder Zeit auf jedem Gerät abrufbar sind und keine Wege zum Lernort anfallen, kann das Lernen immer dann stattfinden, wenn es in den (Arbeits)Alltag passt - bspw. in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, abends auf der Couch oder zu frei wählbaren Lernzeiten im Unternehmen. Auf diese Weise wird sogar mehr Weiterbildung möglich, als es sich mit festen Seminaren realisieren ließe.

Zeit- und Kostenersparnis

Zwar stehen bei der Implementierung von E‑Learning einige Investitionen zu Beginn an (Software, personelle Ressourcen, Kursinhalte erstellen oder kaufen), diese amortisieren sich jedoch schnell, da die Kosten für Anreise, Seminarräume und Trainer entfallen. Zudem ergibt sich eine indirekte Ersparnis durch die deutlich verkürzten Abwesenheitszeiten der Mitarbeitenden und die gesteigerte Effektivität der Weiterbildungen.

individuelle Lerninhalte

Jeder Mensch lernt unterschiedlich und bevorzugt andere Lernformate. E‑Learning ermöglicht es aufgrund der Multimedialität allen Lerntypen die Inhalte in für sie optimaler Form zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig benötigen nicht all Ihre Mitarbeitenden dasselbe Wissen. Die E‑Learning Software erlaubt es Ihnen, jedem einzelnen Mitarbeiter nur die Weiterbildungen zuzuweisen, die er auch wirklich benötigt. 

Standardisierte Qualität

Bei Präsenzschulungen stehen Qualität und Lernerfolg in unmittelbarem Zusammenhang zum Lehrpersonal und können deshalb schwanken. Bei E‑Learning Inhalten hingegen ist die Qualität gleichbleibend hoch und kann demnach sogar garantiert werden.

Beliebig viele Teilnehmende

E-Learning ist leicht skalierbar: Einmal entwickeltes Material kann einer beliebig großen Anzahl von Mitarbeitenden, unabhängig von räumlichen Kapazitäten, zur Verfügung gestellt werden. Dabei gilt: Je mehr Lernende, desto schneller amortisieren sich die Kosten.

Motivationssteigerung

E-Learning wirkt sich auf verschiedenen Ebenen motivierend auf die Lernenden aus - sei es durch die Multimedialität, die Multisensorik, spielerische Elemente wie Quizzes, virtuelle Belohnungen oder die abschließende Zertifizierung. E‑Learning bietet jede Menge Optionen, die intrinsische als auch die extrinsische Motivation zu steigern.

Imagesteigerung

Laut einer Umfrage von SPLENDID Research gaben knapp 80% der Befragten an, dass ihnen bei der Wahl ihrer Arbeitsstelle wichtig sei, dass Seminare und Fortbildungen angeboten werden. Entsprechend vermitteln Unternehmen, die digitale Weiterbildungen anbieten, Verantwortungsbewusstsein, eine innovative Denkhaltung und stärken so das Employer Branding.

Selbstbestimmung

Statt wie bisher in Abhängigkeit von einer Lehrkraft zu lernen, fördert E‑Learning die Selbstbestimmung. Lernende legen beim E‑Learning selbst fest, wie schnell, wie intensiv und mitunter sogar was sie lernen. Die Interaktivität motiviert dabei zum eigenständigen Entdecken der Lernwelt.

Lernerfolgskontrolle

E-Learning bietet vielfältige Reporting-Möglichkeiten und macht den Lernfortschritt messbar. Auf diese Weise können Sie sehen, welche Inhalte verinnerlicht wurden, welches Wissen Sie bei Ihren Mitarbeitenden voraussetzen können und auch, an welchen Stellen sich die Lerninhalte optimieren lassen.

Mehrsprachigkeit

Während analoge Seminare immer nur in einer Sprache abgehalten werden können, ermöglicht E‑Learning das Lernen in verschiedenen Sprachen. Ein ungemeiner Kostenvorteil gegenüber analoger Schulungen, bei denen erst eine andere Lehrkraft zu einem weiteren Termin engagiert werden müsste.

 

Anwendungsszenarien

 

Onboarding-Prozesse

Mit E‑Learning lässt sich nicht nur Wissen in Form klassischer Fortbildungen vermitteln, sondern lassen sich auch Mitarbeiter ressourcenschonend einarbeiten. Statt also wie bisher immer eine*n Mitarbeiter*In abzustellen, die einen Neuzugang einarbeitet, lernt der neue Mitarbeitende eigenständig die neuen Aufgabenbereiche, Tools und z.B. das Unternehmensgelände kennen oder lernt, wie man bspw. den neuen Arbeitsplatz einrichtet.

Compliance Schulungen

Jährliche Schulungen wie Arbeits- oder Datenschutzschulungen unterscheiden sich inhaltlich selten vom Vorjahr, müssen jedoch immer wieder von der gesamten Belegschaft absolviert werden. Statt also weiterhin jedes Jahr aufs neue Räumlichkeiten und Lehrpersonal zu bezahlen, können Standard-Inhalte wie diese auch schnell und einfach als fertiger E‑Learning Kurs gekauft werden. In Folge fallen nur noch Kosten für eventuelle Aktualisierungen an.

Software- und Hardware Schulungen

Auch Software- oder Hardwareschulungen lassen sich problemlos als Onlinekurse abbilden. So können Mitarbeitende eigenständig im Moment of Need lernen, wie sie z.B. die neue Projektmanagement-Software oder die Großmaschine bedienen. Würden Sie stattdessen für die gesamte Belegschaft eine Schulung organisieren, ist nicht garantiert, dass jede*r Teilnehmende tatsächlich das gesamte vermittelte Wissen sofort benötigt. Gerade wenn Wissen nicht sofort angewandt wird, kann zuvor Gelerntes schnell verloren gehen.

 
Magda Lehnert | Bloggerin

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Wie kommen Sie als Unternehmen zu Onlinekursen?

Der Einstieg ins E‑Learning ist weniger kompliziert, als er auf den ersten Blick scheint. Die Liste, der Notwendigkeiten ist kurz. Sie benötigen:

  • eine E‑Learning Software
  • E-Learning Kurse
  • personelle Ressourcen oder eine E‑Learning Agentur.
 

Die benötigte Software: Diese Tools brauchen Sie

Um E‑Learning in Ihrem Unternehmen zu implementieren, braucht es zwei Tools:

  1. Das Learning Content Management System (LCMS), auch Autorentool genannt, und
  2. ein Learning Management System (LMS).

 

Mit einem professionellen Autorentool erstellen Sie auf einer intuitiv und leicht bedienbaren Oberfläche die Onlinekurse. Die fertigen Kurse werden anschließend über das LMS an die Lernenden verteilt. Über diese benutzerfreundliche Plattform können Sie mit den Lernenden kommunizieren und die Lernergebnisse auswerten. Die Lernenden haben jederzeit Überblick über ihre Kurse und Lernfortschritte, können sich in Lerngruppen austauschen und gegenseitig unterstützen. Auf diese Weise entsteht eine lernförderliche Umgebung, die dennoch durch ihre Eigenständigkeit von sonstigen Arbeitsaufgaben und Tools abgegrenzt ist.

 

Die Kursinhalte

E-Learning Kurse können durch einen Standard (z.B. SCORM) ganz einfach in Ihrer Onlinelernplattformen ausgespielt und Lernergebnisse getrackt werden. Diese Gegebenheit erweitert die Möglichkeiten, E‑Learning Kurse zu erstellen und zu beziehen.

Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten, um an E‑Learning Kurse zu kommen:

 

Onlinekurse einkaufen (Standard-Content)

Verschiedene Plattformen und E‑Learning Agenturen bieten fertige Onlinekurse an, die Sie einkaufen und in Ihre Onlinelernplattform importieren können.

Diese Option eignet sich vor allem für Standard-Inhalte wie Datenschutz- oder Arbeitsschutzschulungen.

Onlinekurse einkaufen und individualisieren

Standardcontent lässt sich teilweise individualisieren. Das betrifft nicht nur die Anpassung an das Corporate Design, sondern auch die Individualisierung der Inhalte an Richtlinien und Gegebenheiten des Unternehmens. So passt der günstig eingekaufte Standard-Content später perfekt zu Ihrem Unternehmen.

Onlinekurs-Erstellung durch Agenturen

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen das geballte Fachwissen haben, Ihnen aber didaktisch geschultes Personal fehlt, können Sie die Inhalte extern aufbereiten lassen. Dabei liefern Sie Ihr Fachwissen an Agenturen wie die chemmedia AG, die daraus für Sie einen ansprechenden E‑Learning-Kurs entwickeln.

Onlinekurse selbst in Haus erstellen

Natürlich können Sie Ihre E‑Learning-Kurse auch einfach selbst erstellen. Eine moderne Autorensoftware wie Knowledgeworker Create bietet Ihnen eine Oberfläche, auf der Sie template-basiert mit Drag-and-Drop Ihr Fachwissen zu professionellen E‑Learnings arrangieren. Bedenken Sie dabei jedoch bitte, dass die didaktische Aufbereitung von Fachwissen eines gewissen Know-Hows bedarf.

 

Was E‑Learning kostet

Zu behaupten, E‑Learning sei billig, wäre schlichtweg eine Täuschung. Natürlich gibt es einige kostenlose Tools am Markt, die für kurzfristige Lernvorhaben ihre Daseinsberechtigung haben. Wollen Sie E‑Learning aber langfristig in die Unternehmenskultur integrieren, werden Sie mit solchen Software-Lösungen Ihre Mitarbeitenden nicht zufriedenstellen. Dann hätte die Implementierung trotzdem jede Menge Ressourcen in Anspruch genommen, das wenig erfolgreiche Ergebnis ist aber vorhersehbar. Entsprechend lohnt die Investition in ein professionelles Learning Content Management System (LCMS/Autorentool) und Learning Management System (LMS). Doch keine Sorge: Die vergleichsweise hohen Kosten, die zu Beginn hauptsächlich für die Erstellung der Kurse anfallen, haben sich schnell amortisiert - nämlich dann, wenn Sie die Schulungsinhalte in Form von Onlinekursen implementiert haben und nie wieder Reise- und Seminarkosten anfallen. Haben Sie also bis jetzt alljährlich die Kosten für Datenschutzschulung gezahlt, investieren Sie mit E‑Learning einmalig in die Erstellung/den Kauf des Kurses und können diesen mit kleinen Aktualisierungen fortan für alle Mitarbeitenden über Jahre hinweg nutzen.

 

Fazit.

E-Learning ist eine effektive, auswertbare und nachhaltige Form der Weiterbildung. Statt wie bisher in Abhängigkeit von Lehrkräften, Orten und Zeiten zu lernen, ermöglicht E‑Learning maximale Flexibilität bei größtmöglicher Individualität. Alle Lernenden finden passend zu ihrem Lerntyp Inhalte in den jeweils präferierten Formaten und können sich neues Wissen deshalb besonders gut merken. Gerade für kleine und mittelständige Unternehmen ist die Implementierung dabei zwar nicht billig, langfristig aber direkt und indirekt kostengünstiger und effektiver. Das wichtigste jedoch: E‑Learning sichert eine nachhaltige Inhouse-Qualifizierung neuer Fachkräfte, stärkt das Image und die Mitarbeiterbindung.

 
Magda Lehnert | Bloggerin
Magda Lehnert
Texterin
 

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Bildquelle: Jacob Lund/shutterstock.com

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