Wie Sie Produktschulungen einfacher und effektiver gestalten können
Stellen Sie sich vor, Ihr Unternehmen hat gerade ein neues Produkt auf den Markt gebracht. Es ist einzigartig auf dem Markt und hat das Potenzial, ein echter Bestseller zu werden. Aber Sie müssen Ihre Mitarbeitenden schnell darüber informieren. Wie können Sie Ihre Teams im gesamten Unternehmen effizient schulen? Die Antwort lautet natürlich: Produktschulung. Mit digitaler Produktschulung können Sie den Prozess optimieren, maßgeschneiderte Trainings anbieten und diese unkompliziert an beliebig viele Mitarbeitende ausrollen. In diesem Artikel erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie effektive digitale Produktschulungen erstellen, und stellen Ihnen eine Fallstudie vor, die bewährte Best Practices aufzeigt.
Was ist eine Produktschulung?
Wenn Ihr Unternehmen ein neues Produkt einführt – sei es ein einzigartiger Service, eine innovative Software oder ein gesundheitsförderndes Superfood – müssen alle Mitarbeitenden die wesentlichen Details kennen. Andernfalls könnten Vertriebsmitarbeitende Schwierigkeiten haben, die Vorteile zu erklären, der Kundenservice könnte keine Fragen beantworten, und Fachkräfte könnten Probleme haben, das Produkt oder den Service korrekt bereitzustellen. Genau hier setzt eine Produktschulung an: Sie schließt Wissenslücken und vermittelt den verschiedenen Teams das nötige Know-how, um ihre Aufgaben professionell zu meistern.
Produktschulungen sind strukturierte Formate, die Informationen über ein Produkt an Ihre Teams weitergeben. Sie vermitteln, wie das Produkt funktioniert, warum es funktioniert, welche potenziellen Fehler vermieden werden sollten und wie es sich von anderen Produkten auf dem Markt unterscheidet. Zudem können Sie die Schulungsinhalte individuell auf unterschiedliche Zielgruppen zuschneiden: Zum Beispiel technische Inhalte für Teams im Support, auf Vorteile fokussierte Trainings für den Vertrieb oder Partner, oder kompakte Kurse, die den administrativen Teams ein grundlegendes Verständnis des Produkts bieten. So stellen Sie sicher, dass jede Gruppe genau die Informationen erhält, die sie benötigt.
Schulungsformate für Produktschulungen
Produktschulungen können auf verschiedene Weise durchgeführt werden: persönlich, online, direkt am Arbeitsplatz oder in einer Mischung aus diesen Formaten. Schulungen am Arbeitsplatz können für Teams, die praktische Erfahrungen mit dem Produkt oder der Dienstleistung benötigen, von unschätzbarem Wert sein, während E‑Learning oft die effizienteste Methode ist, um Schulungen an eine große Anzahl von Mitarbeitenden weiterzugeben. Blended Learning könnte eine selbstgesteuerte Online-Komponente beinhalten, die durch persönliche oder am Arbeitsplatz durchgeführte Schulungen ergänzt wird. So können Mitarbeitende das Produkt in der Praxis sehen und nutzen. Auch hier kann das Schulungsformat an die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen angepasst werden.
Vorteile von Produktschulungen
Produktschulungen bieten Ihrem Unternehmen zahlreiche Vorteile:
- Zertifizieren Sie technische Fachkräfte in der Nutzung oder Installation Ihres Produkts.
- Schulen Sie Vertriebsteams und Partner, damit sie die Vorteile erklären und Einwände entkräften können.
- Stellen Sie sicher, dass Mitarbeitende im Kundenservice auf Kundenanliegen eingehen können.
- Integrieren Sie Produktschulungen in den Onboarding-Prozess neuer Mitarbeitender.
- Vermitteln Sie administrativen Teams und Führungskräften ein klares Verständnis des Produkts und seiner Rolle im Portfolio Ihrer Produkte und Dienstleistungen.
Standardisierte Produktschulungen stellen sicher, dass alle Mitarbeitenden die Informationen erhalten, die sie benötigen. Würden sie ausschließlich am Arbeitsplatz lernen, bekämen sie möglicherweise nur die Aspekte vermittelt, die ihre Kolleg*innen oder Vorgesetzten für wichtig halten – dabei könnten entscheidende Details leicht übersehen werden. Ein gut strukturierter Schulungskurs hingegen kann so geplant, gestaltet und erstellt werden, dass er genau die Informationen abdeckt, die jede Zielgruppe benötigt.
Wenn Ihre Schulung eine digitale E‑Learning-Komponente enthält, bringt dies zusätzliche Vorteile mit sich. Mitarbeitende haben die Flexibilität, zu lernen, wann es ihnen am besten passt – ohne ihren Arbeitstag für eine vorab geplante Schulung unterbrechen zu müssen. E‑Learning kann zudem individuell auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden zugeschnitten werden, sodass niemand Zeit mit bereits bekannten Inhalten verschwendet. Und falls jemand Schwierigkeiten hat, den Stoff zu verstehen, kann ein Modul problemlos wiederholt werden. Diese Flexibilität ist in Gruppenschulungen fast unmöglich zu bieten.
Ihr Schritt-für-Schritt-Leitfaden für effektive Produktschulungen
Wie bei jeder anderen Form der Personalentwicklung müssen Sie Ihre Produktschulung sorgfältig planen, bevor Sie mit der Erstellung beginnen. So stellen Sie sicher, dass Sie alle Details berücksichtigen.
1. Zielgruppen definieren
Zunächst müssen Sie festlegen, welche Mitarbeitenden und/oder Partner über das Produkt geschult werden sollen. Abhängig von Ihrer Unternehmensstruktur und dem Produkt könnten entweder alle Mitarbeitenden teilnehmen oder nur ein oder zwei Abteilungen.
2. Schulungsbedarf ermitteln
Sobald Sie wissen, wer geschult wird, müssen Sie entscheiden, was diese Personen genau lernen sollen. Hier können Sie die Mitarbeitenden in verschiedene Zielgruppen aufteilen. Nicht alle benötigen technisches Wissen – und nicht alle müssen lernen, wie man mit Einwänden im Verkauf umgeht. Erstellen Sie eine Liste mit Themen und ordnen Sie diese den verschiedenen Zielgruppen zu.
3. Schulungsformate festlegen
Nachdem Sie wissen, wer was lernen muss, können Sie festlegen, wie die Inhalte vermittelt werden sollen. Selbstgesteuerte digitale Produktschulungen sind in der Regel der effizienteste Weg, um Informationen an viele Mitarbeitende weiterzugeben. Einige Zielgruppen – insbesondere diejenigen, die direkt mit dem Produkt arbeiten – benötigen jedoch möglicherweise auch praktische Schulungskomponenten. In diesem Fall können Sie für einige Gruppen ein Blended-Learning-Format verwenden und für andere ein rein digitales Format.
4. Kursinhalte gestalten
Um die Produktschulung so effizient wie möglich zu gestalten, sollten Sie modular denken. Viele Teile der Schulung, wie z. B. Einführungsinhalte, können für alle Zielgruppen wiederverwendet werden. Wenn Sie beispielsweise entscheiden, dass sowohl der technische Kundensupport als auch Mitarbeitende auf der Produktionsfläche detailliertere technische Schulungen benötigen, können Sie die technischen Module für beide Zielgruppen verwenden. Sie können auch Inhalte für praktische Komponenten skizzieren und ein standardisiertes Curriculum für persönliche Schulungen erstellen.
5. Kurs erstellen
Nachdem die Vorarbeit erledigt ist, können Sie mit der Erstellung des Kurses beginnen. Mit einem guten Autorentool können Sie Lerninhalte in einer zentralen Datenbank speichern, mit Kolleg*innen zusammenarbeiten und mithilfe von Vorlagen effizient individuelle Kurse erstellen. Zudem können Sie multimediale Inhalte, interaktive Quizze und Tests hinzufügen sowie Barrierefreiheit durch Funktionen wie Untertitel, Bildbeschreibungen oder Transkripte sicherstellen.
6. Schulung ausrollen
Sobald die Schulung abgeschlossen ist, sollten Sie sie idealerweise zunächst mit einer kleinen Gruppe von Mitarbeitenden als Beta-Test durchführen. Sammeln Sie deren Feedback und entscheiden Sie, ob Anpassungen notwendig sind. Anschließend können Sie die Schulung im gesamten Unternehmen ausrollen. Der einfachste Weg, Produktschulungen zu teilen, ist ein Autorentool. In größeren Organisationen mit komplexeren Anforderungen kann jedoch ein Learning Management System (LMS) sinnvoller sein. Ein LMS ermöglicht es Ihnen, maßgeschneiderte Lernpfade für verschiedene Gruppen zu erstellen und spezifische Module je nach den Bedürfnissen der Lernenden hinzuzufügen oder zu entfernen.
Fallstudie: Wie die D+H Mechatronic AG jedes Jahr 1.400 Fachkräfte in Produktschulungen zertifiziert
Die D+H Mechatronic AG ist ein führender Hersteller in der Brandschutz- und Gebäudeautomationsbranche. Mit Hauptsitz in Deutschland beschäftigt das Unternehmen weltweit etwa 5.500 Mitarbeitende. Doch ihr Schulungsbedarf geht weit über die eigenen Angestellten hinaus: Das Unternehmen hat eine E‑Learning-Akademie entwickelt, mit der es jährlich 1.400 Mitarbeitende, Vertriebspartner und Kunden in der Nutzung ihrer hochspezialisierten Brandschutzlösungen schult.
Vor der Einführung ihrer digitalen Akademie war die Schulung ein großes Problem für D+H. Gesetzliche Vorschriften erforderten regelmäßige Produktschulungen, doch die Trainingsmaterialien waren unorganisiert und veraltet, und die Schulungsprozesse waren ineffizient. Für Präsenzschulungen waren die Mitarbeitenden des Unternehmens oft bis zu 200 Tage im Jahr unterwegs. Zudem war es eine Herausforderung, den Lernenden praktische Erfahrungen mit der Ausrüstung zu ermöglichen.
Um diese Probleme zu lösen, überarbeitete D+H sein Schulungsprogramm grundlegend. Mit dem Ziel, die Trainingsqualität zu verbessern und die Kundenbindung zu stärken, entwickelte das Unternehmen eine digitale Unternehmensakademie mit einer praxisorientierten Blended-Learning-Komponente. Damit konnten die Schulungen effizient durchgeführt und alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die flexible Gestaltung der Schulungen, damit sie bei sich ändernder Technologie und Marktsituation leicht angepasst werden können.
Die Lösung umfasst vorab aufgezeichnete Online-Kurse, Live-Webinare und praxisnahe Workshops am Hauptsitz des Unternehmens. Mit Knowledgeworker Share können E‑Learning-Kurse effizient und kostengünstig verwaltet, Lernfortschritte verfolgt und den Mitarbeitenden sowie Kunden ein herausragendes Lernerlebnis geboten werden.
Fazit.
Egal, in welcher Branche Ihr Unternehmen tätig ist: Es ist entscheidend, dass Ihre Mitarbeitenden, Partner und Kunden Ihre Produkte verstehen. Produktschulungen spielen eine zentrale Rolle dabei, allen Beteiligten die nötigen Informationen zu vermitteln – und verbessern das Markenerlebnis für alle. Während Präsenzschulungen oft zeitaufwändig und ungenau sind, macht digitale Produktschulung den Prozess effizienter und verbessert die Lernergebnisse. Mit einem sorgfältig gestalteten E‑Learning-Kurs können Sie den Umsatz steigern, die Kundenzufriedenheit erhöhen und die Markenloyalität stärken.
Brauchen Sie Unterstützung bei der Gestaltung Ihrer Produktschulungen? Wir helfen Ihnen gerne weiter. Kontaktieren Sie uns noch heute!
Bildquelle: fizkes/Shutterstock.com