Die Wahl des richtigen Learning Management Systems

Die Wahl des richtigen Learning Management Systems: Alle Kriterien im Überblick

Magda Lehnert E-Learning Grundlagen, E-Learning Software

Lesedauer: 12 Minuten

Die Wahl der passenden Online-Lernplattform, im Fachjargon Learning Management System (kurz LMS) genannt, kann schwierig sein. Nicht nur, weil sich viele Anbieter am Markt tummeln, sondern vor allem, weil die Online-Lernplattformen unterschiedliche Funktionen, Stärken und Schwächen haben. Doch nach welchen Kriterien kann man sie unterscheiden? Und woran erkennt man, ob es sich tatsächlich um ein professionelles Tool handelt, das auch zu Ihrem E-Learning Vorhaben passt? Im Artikel Learning Management Systeme: Vorteile & Funktionen der Lernplattformen haben wir Ihnen bereits die Vorteile und wichtigsten Funktionen von Learning Management Systemen vorgestellt. Welches System das Richtige für Ihr Unternehmen ist, ist vor allem abhängig von Ihren Zielen, die Sie mit Ihrer Weiterbildungsstrategie verfolgen. 

Die grundlegenden Funktionen eines guten Learning Management Systems

Ein Learning Management System unterstützt Sie dabei:

  • Wissen innerhalb einer Plattform zur Verfügung zu stellen und zu managen,
  • Onlinekurse zentral zu verwalten und an die Lernenden selektiv zu verteilen,
  • weiterführende Dokumente bereitzustellen,
  • in den aktiven Austausch mit den Lernenden zu gehen,
  • eine Kommunikation und Diskussion unter den Lernenden zu gewährleisten,
  • Lernerfolge auszuwerten und einfach Berichte & Reportings  zu erstellen.

Für die Lernenden steht damit eine zentrale, mobilfähige Lernplattform bereit, über die sie jederzeit und von jedem Gerät aus Zugriff auf all ihre Kurse, Fristen, Lernstände und Zertifikate haben. Ihnen als Unternehmen fällt das Management und das Reporting Ihrer Weiterbildungen leicht, da Sie alle relevanten Prozesse und Ergebnisse in einem Learning Management System abbilden können. Um diese Vorteile zu nutzen, sollte Ihr LMS folgende Kernfunktionen auf jeden Fall immer mitbringen:


Zielgruppen

Achten Sie darauf, dass Sie nicht nur die Nutzerprofile verwalten, sondern diese auch anhand von selbst definierten Kriterien in verschiedene Zielgruppen clustern können.

Downloads

Häufig gibt es zusätzliches Lernmaterial, welches Ihre E-Learning-Kurse ergänzt. Eine Downloadfunktion erlaubt es, das Material an passender Stelle zu platzieren.

Umfragen

Die Umfragefunktion direkt in der Lernplattform unterstützt Sie z. B. bei der Qualitätssicherung und bringt Ihnen direktes Feedback zu Kursen, Veranstaltungen oder anderen Inhalten.

Videokonferenzen

Da eine Lernplattform die zentrale Anlaufstelle für Ihre Lernenden ist, sollten auch Videokonferenzen an dieser Stelle geplant und durchgeführt werden.

Notifications

Nicht die Lernenden kommen zum Wissen, sondern das Wissen kommt zu den Lernenden. Automatische Push-Nachrichten oder E-Mails informieren die Lernenden über neue Online-Kurse, die sie mit einem Klick öffnen können.

Mehrsprachigkeit

Eine Lernplattform sollte automatisch ausgerichtet am Lernenden sein und daher unterschiedliche Sprachvarianten anbieten und ausliefern können.

Responsivität

Achten Sie auf volle Responsivität Ihrer Plattform. sodass Sie Ihre Zielgruppe nutzerspezifisch zu jeder Zeit, an jedem Ort, auf allen Geräten im Web oder als App erreichen können.

Rollen & Rechte

Meist liegt das Management der Weiterbildung aller Mitarbeitenden nicht nur zentral bei einer Person und verschiedene Organisatoren haben unterschiedliche Aufgaben innerhalb des Management-Prozesses. Die Rollen- und Rechtvergabe unterstützt Sie dabei Ihre Unternehmensstruktur im System abzubilden.

Statistiken & Berichte

Achten Sie darauf, dass umfangreiche Statistiken und Reportings möglich sind, damit Sie Lernerfolge unternehmensweit auswerten können.

Kompatibilität

Natürlich sollte eine Lernplattform nicht nur E-Trainings im SCORM Standard, sondern auch moderne Standards wie xAPI und cmi5 unterstützen.

Individuelle Anforderungen der Lernenden und des Unternehmens als weitere Entscheidungsfaktoren

Neben diesen grundlegenden Funktionen gibt es natürlich noch weitere Anforderungen unterschiedlicher Zielgruppen, die berücksichtigt werden sollten. So steht über jedem E-Learning-Vorhaben das Ziel, dass Mitarbeiter jederzeit über aktuelles Wissen verfügen und so zum Unternehmenserfolg und zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Stellen Sie daher die Bedürfnisse Ihrer Lernenden zur erfolgreichen beruflichen Weiterbildung und individuellen Weiterentwicklung in den Fokus. Damit können Sie zusätzlich Ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und Firmenwissen so anbieten, dass es ideal zu Ihrem Unternehmen, Ihrer Firmenkultur und Ihren Mitarbeitenden passt. Wie dabei das Wissen angeboten werden soll, ist abhängig von Ihrem Unternehmen, seiner Kultur und seinen Mitarbeitenden. Die Art der Aufbereitung und wie Ihre Mitarbeitenden lernen können, unterscheidet sich im Typus Mensch und kann selbst innerhalb eines Unternehmens sehr individuell sein. Wichtig ist es, bei der Wahl des richtigen Learning Management Systems, nicht nur auf die Anforderungen des eigenen Unternehmens zu schauen, sondern auch auf die Anforderungen der Lernenden zu achten. Sie sind es schließlich, die damit agieren sollen. Sie als Unternehmen möchten die größtmögliche Resonanz erzeugen und erreichen, dass Ihre Mitarbeitenden dem Thema Weiterbildung offen und engagiert gegenüber stehen. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen, welche Anforderungen seitens Ihrer Mitarbeitenden bestehen. Stellen Sie sich deshalb z. B. folgende Orientierungsfragen:

  • Sind meine Mitarbeitenden internetaffin und mit modernen Medien vertraut?
  • Setzen meine Mitarbeitenden auf gegenseitige Unterstützung und gehen im Lernprozess gern in den gemeinsamen Austausch?
  • Reicht es, meinen Mitarbeitenden Wissen in Theorie anzubieten oder muss ich ergänzend praktische Workshops anbieten?
  • Lassen sich die Onlinekurse in den Arbeitsalltag integrieren?
  • Stehen ausreichend Endgeräte zur Verfügung?

Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen aus Lernersicht und aus Sicht des Unternehmens, die man nun in Einklang bringen muss. Gleichzeitig beantworten sie die Fragen wie:

  • Sollten adaptive Lernansätze berücksichtigt werden?
  • Sollte das System soziale Interaktionen unterstützen?
  • Fördern Gamification-Ansätze den Lernerfolg meiner Mitarbeitenden?

Genau unter diesen Gesichtspunkten sollten Sie sich der Wahl Ihres Learning Management Systems weiter nähern.

Zusätzliche Funktionen für Adaptive Learning, die ein Learning Management System haben sollte

Adaptives Lernen (von lat. adaptare “anpassen”) meint die Anpassung der Wissensvermittlung an aktuelle Wissensstände und Lernpräferenzen der Lernenden. Was sich bei Präsenzveranstaltungen einfach nicht oder nur schwer umsetzen lässt, wird durch professionelle Learning Management Systeme einfacher denn je: Die Lernenden können nicht nur ihre präferierten Lernorte und -zeiten wählen, sondern das gesamte Kurssystem passt sich automatisch und flexibel den individuellen Wissensständen an. Durch die positive Erfahrung, selbst Einfluss auf den Lernprozess zu haben und niemals über- oder unterfordert zu werden, sind die Teilnehmenden nachweislich motivierter und haben mehr Spaß am Lernen.

Lernpfade

Lernpfade ermöglichen es dem Lehrenden, einen individuelles Lernangebot vorzugeben, durch welche Lernende einen individuellen Lernweg wählen können. Zusätzlich können Abschlusskriterien definiert werden, z.B. dass 3 von 4 Kursen absolviert werden müssen. Eine Variante von Lernpfaden sind Curricula, die vom Lehrenden definierte Lernangebote in fixer Reihenfolge darstellen. Gleichzeitig lassen sich über Lernpfade Abhängigkeiten steuern, sodass erst mit dem Bestehen der Basiskurse eventuelle Aufbaukurse geöffnet werden.

Pre-Tests

Professionelle LMS bieten nicht nur am Ende eines Kurses Wissenstests an, sondern bereits vor Beginn. So können Wissensstände überprüft und Kurse bzw. Teile derer ggf. auch übersprungen werden. Übrigens: Es gibt auch die Möglichkeit, dass Pre-Tests bereits im Kurs-Inhalt verankert werden und somit über Ihr Autorentool in den Kurs integriert sind. Beide Möglichkeiten führen zum gleichen, individuellen Lernerlebnis.

Individuelle Statistiken

Alle Lernenden erhalten zu jeder Zeit eine individuelle Übersicht über abgeschlossene und offene E-Trainings. Daran können Lernende Ihren eigenen Wissensstand und Lernfortschritt ablesen.

Speichern des Lernfortschritts

Ein fortschrittliches LMS sollte in der Lage sein, zu jedem beliebigen Zeitpunkt den Lernfortschritt zu speichern, sodass die Lernenden Kurse an beliebiger Stelle unterbrechen können, ohne von vorn beginnen zu müssen.

automatische Sprachausgabe

Das LMS sollte dafür sorgen, dass die integrierten Kurse und die Lernplattform selbst automatisch in der Sprache ausgegeben werden, die für den Lernenden relevant ist.

Zusätzliche Funktionen für Social Learning, die ein Learning Management System haben sollte

Social Learning bezieht sich auf die Interaktion zwischen den Lernenden. Dabei geht es darum, dass Menschen mit und voneinander lernen. Die Lernenden greifen so auf der Lernplattform auf das bereitgestellte Wissen zu und können direkt mit anderen in den Austausch gehen. Dies führt zu einem gesteigerter Lerneffekt. Um Social Learning Ansätze ins E-Learning zu implementieren, können beispielsweise Kommentarfunktionen, Instant Messaging, Videokonferenzen, Foren, Wikis oder virtuelle Klassenräume genutzt werden. Grundlage hierfür ist eine Online-Lernplattform, die solche Features beinhaltet.

Chats & Foren

Chats und Foren ermöglichen es den Lernenden, sich austauschen, zu helfen und Wissen miteinander zu teilen und auch zu hinterfragen. Ein solcher Austausch sollte direkt in der Lernplattform möglich sein. Die Hemmschwelle zum gegenseitigen Austausch und auch die Ablenkung ist geringer und findet am Ort des Lernens statt.

Kommentarfunktion

Eine Kommentarfunktion zu den Kursen ermöglicht den Lernenden eine offene Diskussion. Diese führt zu einer Wissensvertiefung und kann zu einer wertvollen Feedback-Quelle werden.

Videosessions

Einige LMS bieten integrierte Videokonferenz-Tools wie bspw. Zoom, BigBlueButton, Jitsi oder ähnliche an. Je nach Tool verfügen diese über zusätzliche Funktionen wie Multi-User Whiteboards, Breakout Rooms oder Polling, die speziell für das gemeinsame Lernen konzipiert sind. Klarer Vorteil: Die Videosessions werden auf der Lernplattform geplant und auch durchgeführt.

Gamification

Kleine Spiele wie Quizzes motivieren, indem sie durch Punkte, Ranglisten und automatische Feedbackmechanismen unseren angeborenen Spieltrieb ansprechen. So steigert sich nicht nur die Motivation der Lernenden, sondern auch die Lernkurve. Ihr LMS sollte die Integration und die Auswertung solcher Gamification-Anwendungen unterstützen.

Zusätzliche Funktionen für Mobile Learning, die ein Learning Management System haben sollte

Oftmals findet die persönliche Weiterbildung nicht unbedingt im Büro und zu Arbeitszeiten statt. Zeiten in der Bahn oder auch am Abend werden gern genutzt, um sich mit der eigenen Weiterbildung zu beschäftigen. Kleine Lerneinheiten für zwischendurch werden gern auf dem Smartphone oder dem Tablet konsumiert. Die Lernenden können ganz flexibel entscheiden, wann und wo sie sich mit dem angebotenen Wissen beschäftigen und selbst entscheiden, wann dafür der passende Zeitpunkt in deren Arbeitsalltag ist. Deshalb ist es notwendig, dass das Learning Management System als Plattform mit allen Inhalten auch mobil erreichbar ist.


Mobilfähige Plattform

Ihr Learning Management ist als Online-Lernplattform von allen gängigen Endgeräten zu jeder Zeit, an jedem Ort, auf allen Endgeräten im Web oder als App verfügbar. Mit der richtigen Software muss man sich nicht zwischen dem PC, Tablet und dem Smartphone entscheiden. 

Reduzierte Datenmenge

Inhalte werden in der Lernplattform den Lernenden in akzeptablen Datengrößen ausgespielt, sodass Ladezeiten gering sind und das Lernen nicht durch Wartezeiten blockiert wird.

Zusätzliche Funktionen für Gamification, die ein Learning Management System haben sollte

Durch Gamification-Lernangebote motivieren Sie Ihre Mitarbeitenden dazu, Zeit in ihre eigene Fortbildung zu investieren. Gleichzeitig ermöglichen Sie die Sammlung selbst gesteuerter, persönlicher Lernerfahrungen. Bei der Wahl Ihres zukünftigen Learning Management Systems sollten Sie also darauf achten, dass die Integration von Gamification-Anwendungen möglich ist.

einfache Integration

In Ihr Learning Management System sollten sich nicht nur E-Trainings, sondern auch Gamification Anwendungen einbinden und nutzerspezifisch ausrollen lassen.

Erfolgsauswertung

Lernfortschritte sollten Sie natürlich auch hier verfolgen und auswerten können.  

Zusätzliche Funktionen für Video Learning, die ein Learning Management System haben sollte

Videoinhalte sind bei Lernenden sehr beliebt. Bewegte Bilder sind leichter zu konsumieren als Text und sprechen gleichsam auditive und visuelle Lerntypen an. Diese Eigenschaften machen Videos neben VR und Gamification zu einer einprägsamen Methode zur Wissensvermittlung. Möchten Sie Ihre E-Trainings als Videotrainings anbieten oder eine Mischform aus unterschiedlichen Lernformaten anbieten, müssen Sie auch hier darauf achten, dass das Learning Management System in der Lage ist, alle Dateiformate und deren Auswertung zu unterstützen.


einfache Integration

Achten Sie darauf, dass das Learning Management System die Integration von Videos unterstützt.

Erfolgsauswertung

Lernfortschritte sollten Sie natürlich auch hier verfolgen und auswerten können.  

Zusätzliche Funktionen für Blended Learning, die ein Learning Management System haben sollte

Blended Learning vereint verschiedene Lernformen. Ziel ist, die Vorzüge analoger Präsenzveranstaltungen wie Seminare oder Workshops mit der Flexibilität des digitalen Lernens zu vereinen. Die Organisation und zentrale Verwaltung findet dabei auf einer Plattform statt. Blended Learning verlangt mindestens nach den Features aus den Bereichen Social Learning und Mobile Learning und wird optimalerweise um die Features aus dem Bereich des adaptiven und mobilen Lernens ergänzt.

Erfahren Sie mehr zum Thema in unserem Artikel: "Blended Learning: Vorteile, Einsatzbereiche & benötigte Software"


Veranstaltungen

Die Lernplattform sollte sowohl Präsenzveranstaltungen als auch Onlineveranstaltungen zentral planen und dem Lernenden die relevanten Informationen zur Verfügung stellen können.

Downloads

Den Lernenden sollten auch relevanten Dokumente auf der Lernplattform zur Verfügung gestellt werden können, sodass sie auf eine zentrale Wissensdatenbank zurückgreifen können.

Videokonferenzen

Videokonferenzen sollten direkt über die Lernplattform angesteuert, Anwesenheit und Zeiten erfasst werden können.

Chats und Foren

Zum gemeinsamen Austausch sollten die Lernenden miteinander kommunizieren können. 

Kommentarfunktion

Eine Kommentarfunktion zu den Kursen ermöglicht den Lernenden eine offene Diskussion. Diese führt zu einer Wissensvertiefung und kann zu einer wertvollen Feedback-Quelle werden.

Weitere Funktionen, die ein gutes Learning Management System mitbringen sollte

Um von den Vorteilen eines zentralen Learning Management Systems zu profitieren und das E-Learning Vorhaben erfolgreich umzusetzen, muss dieses noch weitere Anforderungen erfüllen. Sie bilden sozusagen die Basis, die jedes LMS mitbringen sollte.

Must Haves: Diese Eigenschaften sollte Ihr LMS erfüllen


DSGVO Konformität

Seit der DSGVO, spätestens aber seit dem gecancelten Privacy Shield ist die betriebliche Nutzung von Softwares an neue, höhere Datenschutzvorgaben gebunden - vor allem dann, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden, wie es beim E-Learning in der Regel der Fall ist. Andernfalls läuft man auch als Unternehmen Gefahr, entsprechende Abmahnungen zu kassieren. Umso wichtiger ist die Wahl einer Software, die den geforderten Datenschutzstandards entspricht.

Hosting in Deutschland

Ein Hosting in Deutschland garantiert, dass die Rahmenbedingungen den hiesigen Ansprüchen und Gesetzen i.d.R. genügen: Nicht nur in Hinblick auf die DSGVO sondern auch auf Gebäudesicherheit, Klimatisierung & Brandschutz für eben jene Räume, in denen die Server der Software stehen. Natürlich müssen auch Hosting-Angebote aus Deutschland immer noch mal genau geprüft werden.

Support

Achten Sie darauf, ob es zu Ihrem zukünftigen Learning Management System auch Schulungsangebote, Services und Support gibt. Komplexe Projekte benötigen oft anfängliche Unterstützung.

SSL-Verschlüsselung

Die SSL-Verschlüsselung garantiert eine (rechts)sichere Datenübertragung.

Dateneigentum

Achten Sie bei der Wahl des LMS immer darauf, dass Ihre Daten Ihr Eigentum bleiben und keinerlei Rechte daran an den Anbieter oder Dritte übergehen.

Schulungen

Der Einstieg in eine neue Software ist nicht immer leicht. Checken Sie vorher deshalb unbedingt ab, ob Ihr Software-Anbieter entweder Schulungen, Videotutorials oder anderweitig Unterstützung bietet. E-Learning Agenturen bieten hier meist ein großes Portfolio.

passende Import- & Exportfunktionen

SCORM, Experience API (xAPI) und CMI5 sind  Standards, die das Verfolgen, Speichern und Teilen von individuellen Lernerfahrungen über verschiedene Plattformen oder Medientypen - sowohl online, als auch offline - hinweg ermöglicht.

Design Anpassungen

Prüfen, Sie ob die sichtbaren Oberflächen des Systems vollständig an Ihr Corporate Design angepasst werden können. Immerhin soll es die Lernplattform Ihres Unternehmens sein.

Rollen- und Rechtevergabe

Ermöglichen Sie die gemeinsame Arbeit am E-Learning Prozess mit mehreren Beteiligten, welchen jeweils individuelle Rollen und Berechtigungen zugewiesen werden können.

Mehrsprachigkeit

Jedes professionelle LMS sollte die Option bieten, Inhalte automatisch in unterschiedlichen Sprachen auszugeben.

Weitere wichtige Entscheidungskriterien:

Learning Management Systeme bringen darüber hinaus weitere spezieller Funktionen und Features mit. Daher sollten Sie sich auch diese Fragen stellen:

Das LMS als SaaS oder SaaP-Lösung?

Learning Management Systeme werden sowohl als Software as a Service (SaaS) als auch als Software as a Product (SaaP) angeboten. Bei einer SaaS liegt die Software sozusagen in einer Cloud und kann überall und zu jeder Zeit mit allen Geräten von allen genutzt werden, die über einen Zugang verfügen (beispielsweise über einen Login auf einer Website oder über eine App). Bei einer SaaP erwerben Sie eine Version der Software, die Sie dann auf Ihren eigenen Servern hosten.

Kurzum: Eine SaaP gibt Ihnen die volle Kontrolle über die Software, bedeutet aber auch, dass Sie sich selbst um die allgemeine Funktionstüchtigkeit, Updates und Bugs des Systems kümmern müssen. Bei einer SaaS übernimmt der Anbieter die Wartung und ggf. auch die Konfiguration des Systems und sorgt dafür, dass das System zu jeder Zeit einwandfrei läuft. E-Learning Agenturen bieten darüber hinaus das gesamte Management auch als eigenen Service an.

Wie soll die Registrierung der Lernenden erfolgen?


Selbstregistrierung

Können sich die Lernenden selbst registrieren oder müssen Sie von einer befugten Person registriert werden?

Import der Profile

Können Profile aus anderen Systemen als csv-Datei importiert werden?

Voucher

Mittels Voucher können sich die Lernenden selbst registrieren und werden über den Code automatisch richtig zugeordnet. Das erleichtert gerade in großen Unternehmen den Registrierungsprozess.

Was wird zur Erfolgsauswertung benötigt?


Tracking

Können die individuellen Lernfortschritte und -ergebnisse aller Lernenden getrackt werden?

Berichte

Können aussagekräftige Berichte ausgeliefert werden, die den Erfolg des E-Learnings aufzeigen?

Statistiken

Visualisieren Statistiken Zahlen, Fakten und Daten zur aussagekräftigen Berichterstellung?

Lernmanagement für Lernende

Haben die Lernenden jederzeit Überblick über ihre Fristen, Lernfortschritte und -ergebnisse?

Bietet der Softwareanbieter Support zur Einrichtung und "Managed Training Services" an?

Oftmals fehlen in Unternehmen die internen Ressourcen, um sich um das Management der Trainings zu kümmern. Die Konzentration liegt bei der Erstellung der Onlinekurse. Genau aus diesem Grund bieten E-Learning Agenturen spezielle Dienstleistungen an: Managed Training Services. Dahinter verbergen sich Dienstleistungen wie:

  • Teilnehmermanagement für die Trainings auf Ihrer Lernplattform
  • Buchungsmanagement von Präsenzveranstaltungen
  • Regelmäßiges, revisionssicheres Reporting
  • Interne Kommunikation und Roll-out
  • Vermittlung von E-Trainings

Fazit

Die Wahl des richtigen Learning Management Systems ist nicht leicht, doch können Sie sich anhand der hier genannten Kriterien mit Sicherheit schnell im Software-Dschungel zurechtfinden und auch frühzeitig eine Reihe an Tools ausschließen.

Womöglich prüfen Sie auch unser inhouse entwickeltes Learning Management System Knowledgeworker Share anhand Ihrer individuellen Auswahlkriterien. Da dabei auch immer ein Blick in die Arbeitsoberfläche hilft, bieten wir Ihnen gern unverbindlich eine kostenlose Live-Demo oder stellen Ihnen eine eigene Testversion zur Verfügung.

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